Wandern

Wandern gehört zu den beliebtesten Sportarten in unserem Land. Zu Recht,
denn Bewegung in der Natur beflügelt Körper, Geist und Seele und fördert
die Gesundheit. Leider gibt es auch Schattenseiten: Im letzten Jahr verloren
in den Schweizer Alpen 31 Personen ihr Leben beim Bergwandern
(Hochtouren nicht eingerechnet). Ein einer guten körperlichen Verfassung,
sorgfältiger Vorbereitung der Tour und der richtigen Ausrüstung
können Unfälle vermieden werden.

 

Vorbereitung des Körpers

 

Das ganze Jahr vielseitig und abwechslungsreich Sport treiben erhöht die nötige
körperliche Leistungsfähigkeit, im Bergwanderungen sicher zu meistern.
Jogging, Skilanglauf, Radfahren und Schwimmen fördern die Ausdauer.
Turnen, Gymnastik und Fitnesstraining sind gut für die Beweglichkeit,
die Koordination und die Kraft. So kann der häufigsten Unfallursache beim
Bergwandern - dem Sturz in weglosem Gelände - vorgebeugt werden.


Planung


Durch sorgfältige Planung der Wanderung lassen sich zahlreiche Bergunfälle verhüten.
Die wichtigsten Elemente sind:

  • Route der Jahreszeit anpassen
  • Länge und Schwierigkeitsgrad der Wanderung der Kondition und
    dem Schwächsten anpassen
  • Genügend Ausweich- oder Umkehrmöglichkeiten einplanen
  • Erkundigungen über Wegverhältnisse einholen, z.B. bei den lokalen Verkehrsbüros
  • Aktuellen Wetterbericht beachten
  • Wanderungen am Morgen beginnen und genügend Zeitreserven einplanen
  • Mindestens eine Person über Route und Ziel informieren; sich zurückmelden!
Ausrüstung


Da in den Bergen das Wetter plötzlich unerwartet umschlagen kann - es muss
jederzeit mit Regen, Gewitter, Hagel und Schnee gerechnet werden,
ist eine zweckmässige Ausrüstung lebenswichtig:

  • Hohe Bergschuhe mit Profilgummisohle

  • Kälteschutz: Pullover, Mütze, Handschuhe, lange Hosen

  • Sonnenschutz: Sonnenhut, -brille, -crème

  • Wind- und Regenschutz

  • Rucksack mit breiten Tragriemen und Hüftgurt

  • Präzise Wanderkarte, Höhenmesser und Kompass

  • Proviant und Getränke

  • Elastische Binde, Schnellverband, Pflaster, Trillerpfeife, Taschenlampe, Seil

Mit einem Natel kann ohne Zeit zu verlieren Hilfe angefordert werden.
Oder sie Mieten den Rettungsfunk für sie Alarmierung der REGA. (Rettungsflugwacht)


Verhalten


Während der Tour sind weise Voraussicht und Verantwortungsbewusstsein gefragt:

  • Bergwanderungen nie allein unternehm

  • Die offiziell markierten Bergwanderwege benützen
  • Viel trinken
  • Gletscher nur unter fachkundiger Führung begehen
  • Bei Schlechtwettereinbruch, Unwohlsein oder anderen Schwierigkeiten: umkehren
  • Schneefelder nur betreten, wenn sie genügenden Halt bieten
Die 6 Wanderregeln
  • Planen Sie jede Bergwanderung sorgfältig!
  • Achten Sie auf eine geeignete und vollständige Ausrüstung!
  • Gehen Sie nie allein auf eine Bergwanderung!
  • Informieren Sie Angehörige, Bekannte oder den Hüttenwart über die Tour.
  • Melden Sie sich auch zurück!
  • Beobachten Sie ständig die Wetterentwicklung!
  • Beachten Sie den Grundsatz "Im Zweifel umkehren!"

Das Informationsblatt "Bergwandern. Aber sicher!" mit nützlichen Sicherheitstips
sowie das Plakat mit den 6 Regeln zum Bergwandern können bei der bfu bestellt werden.
Beides ist in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch erhältlich.

Bergwandern ist kein "harmloser Spaziergang" am Sonntagnachmittag. Es erfordert
viel Eigenverantwortung und Gefahrenbewusstsein sowohl bei der Vorbereitung
als auch während einer Tour.